Die Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Heilpädagoge*in

Im Schuljahr 2023/24 werden wir leider keine Ausbildung anbieten. Bei Interesse für eine Ausbildung ab Sommer 2024, melden Sie sich gerne im Sekretariat, wir nehmen Sie dann in die Interessent:innenliste auf:
info@steiner-insitut.eu


Fachschule für Heilpädagogik

  • Berufsbegleitend in Blockunterrichtsmodulen
  • Pädagogische, medizinische und therapeutische Themen
  • Entwicklung durch verschiedene Lebensalter
  • Rudolf Steiners „Heilpädagogischer Kurs"
  • Künstlerische Tätigkeiten
  • Lernen der Begegnung mit „schwierigen" Kindern

Die Ausbildung

Wie begegne ich den Seelenpflegebedürftigen Kindern und wie kann ich sie fördern? Wie kann ich bei mir selbst heilende Fähigkeiten ausbilden? Rudolf Steiners Buch „Der Heilpädagogische Kurs“ bietet Antworten und weitere Anregungen zu diesen Fragen. Es bearbeitet eine Fülle menschenkundlicher, heilpädagogischer, medizinischer Themen sowie weitere grundlegende Fragestellungen aus der Erkenntniswissenschaft Rudolf Steiners und seinem heilpädagogisch-diagnostischen Ansatz. 

Ein wesentliches Element der trialen Ausbildung ist die Kunst. Plastizieren/Werken, Zeichnen, Malen, Musik, Eurythmie und Sprachgestaltung/Schauspiel werden angeboten. Die Ausbildung endet nach schriftlichen und mündlichen Prüfungen und der Erstellung einer Abschlussarbeit mit der staatlichen Anerkennung als Heilpädagogin oder Heilpädagoge.

Berufsziel

Staatlich anerkannte*r Heilpädagog*in

Arbeitsfelder

Kindergarten, Schulassistenz, Hort, zu betreuende Erwachsene in Wohngruppen oder Werkstätten; einzelne Förderung, Frühförderung; eigene Praxis

Aufbau der Ausbildung

Die Ausbildung verläuft berufsbegleitend in 2 ½ Jahren, in Wochenblöcken (1 Woche monatlich oder 2 Wochen alle 2 Monate)

Unterrichtsfächer

Heilpädagogik, Psychologie, Medizin, Recht, Religion/Religionspädagogik, Kommunikation und Beratung, Musik/Rhythmik, Kunst/Gestalten, Motopädagogik, Spielpädagogik, Methoden und spezielle Verfahren

Unser Motiv

Die Erweiterung der Selbst- und Methodenkompetenz in Auseinandersetzung mit Inhalten der anthroposophischen Menschenkunde bilden die Grundlagen, auf der entwicklungsfördernde Beziehungen mit Seelenpflegebedürftigen Menschen aufgebaut werden können.

Unser Konzept

Gemeinsames Erarbeiten der Entwicklungsgesetzmäßigkeiten vom Kleinkind bis zum alten Menschen. Üben in den Künsten, Anwenden in der Praxis.

Heilende Erziehung und Sozialtherapie auf anthroposophischer Grundlage gehen davon aus, dass in jedem Menschen ein Ich zu finden ist, welches sich in einem Leben nie ganz verwirklichen kann, aber das Bestreben hat, im Laufe der Zeit immer mehr zum Vorschein zu kommen. Es kann sein, dass das Ich durch leibliche oder milieubedingte Einflüsse in seiner Entfaltung so stark beeinträchtigt wird, dass heilende Erziehung und Sozialtherapie nötig sind, um ihm zu helfen, sich zu verwirklichen. Die anthroposophische Heilpädagogik hat Methoden entwickelt, durch die es möglich ist, die gesunden, individuellen Kräfte des Menschen zu erkennen, zu pflegen und zu stärken. Auf dieser Grundlage kann eine heilende Erziehung und Sozialtherapie entstehen, in denen die Menschen miteinander aus Fehlern lernen, an Schmerzen reifen und an Widerständen wachsen können.

Unser Werkzeug

Vertiefende Arbeit am Heilpädagogischen Kurs. Heilpädagogische Methodik.
Regelmäßige Pflege des Entwicklungsdialogs; heilpädagogische Diagnostik.

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Ausbildungskonzept

Selbsterziehung als Ausbildungsansatz Viele Kinder geben uns heute Rätsel auf. Die Lösung tragen sie in sich, nur dringt der Blick der Erwachsenen meist nicht tief genug ein. So muss der Erwachsene bei sich selbst anfangen und zuerst seine Beobachtungsfähigkeit schulen. Aber nicht, um Mängel festzustellen und beheben zu wollen, sondern um die Individualität des Kindes zu verstehen. Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, sich mit dem Kind zu identifizieren, gehören dazu. Denn es kommt darauf an, dass sich das Kind verstanden fühlt. 

Praxisbegleitende Ausbildung In vielen Einrichtungen wird es immer dringlicher, sich heilpädagogisch fortzubilden. Der praxisbegleitende Studiengang macht es möglich, sich zu bilden, ohne sich aus dem Arbeitszusammenhang zu lösen.

Ausbildungformen

Im Rahmen der Ausbildung gibt es folgende Ausbildungformen:

Berufsbegleitender Kurs 
Dauer 2 1/2 Jahre

Da die Teilnehmer*innen aus dem gesamten Bundesgebiet kommen, findet die berufsbegleitende Ausbildung in der Regel in Zweiwochenblöcken, Wochenendkursen und verschiedenen praxisbegleitenden Vor-Ort-Kursen in kontinuierlicher, künstlerischer und seminaristischer Arbeit statt. Die Blöcke liegen je Schuljahr im September, November, Februar, März, April und Juni und sind Montag bis Freitag jeweils ganztägig. Unabhängig vom Ort der Anstellung gilt es, andere Praxisfelder der Heilpädagogik in Kurzpraktika kennenzulernen. 

Vollzeitkurs
Dauer 1 1/2 Jahre

Der Kurs beinhaltet durchgehenden Unterricht mit zusätzlicher praktischer Tätigkeit in Spielfördergruppen vor Ort sowie Praxisblöcken. Ein sechswöchiges Praktikum in einer heilpädagogischen Einrichtung bietet die Gelegenheit, Gelerntes anzuwenden und zu prüfen und im Anschluss daran Erfahrungen gemeinsam zu verarbeiten. Es wird das Handwerk der Kinderkonferenz der Heilpädagogik erlernt. Darin fließen Beobachtung und Erkenntnis zusammen und werden methodisch so durchzuarbeiten versucht, dass ein Wesensbild des betreffenden Kindes erscheinen kann.

Voraussetzungen & Hinweise

Es wird eine abgeschlossene Ausbildung im pädagogischen, sozialen, therapeutischen oder pflegerischen Bereich oder ein vergleichbarer Berufsabschluss vorausgesetzt. Andere Voraussetzungen können geprüft und beantragt werden. 

Außerdem ist eine zurzeit mindestens zweijährige Berufserfahrung erforderlich. Während der Ausbildung selbst muss mindestens eine halbe Anstellung (1600 Stunden) in einer sozialpädagogischen oder sonderpädagogischen Einrichtung (Kindergarten, Tagesgruppe, Hort, Heim, usw.) nachgewiesen werden.

Einmalige Anmeldegebühr:

50 EURO

Monatliche Ausbildungsgebühr:

190 EURO

BAföG Die staatlich anerkannte Heilpädagogik-Ausbildung ist für den Erhalt der staatlichen BAföG-Unterstützung in Deutschland anerkannt

Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung Für Menschen, die sich für eine unserer Ausbildungen entscheiden, aber Probleme haben, diese zu finanzieren, versuchen wir, individuelle Lösungen zu finden. 

  • Sterntaler Auf Initiative von Seminarist*innen hat sich vor einigen Jahren der Hilfsfonds „Sterntaler“ entwickelt. Dieser wird eigenständig und autonom von Seminarist*innen im Ehrenamt verwaltet. Durch vielfältige Aktionen wird versucht, den Kapitalstamm immer wieder neu aufzubauen, damit bedürftigen Seminarist*innen unter die Arme gegriffen werden kann.

    Sowohl das Rudolf Steiner Institut als auch das Anthroposophische Zentrum unterstützen die Aktivitäten der Sterntaler-Gruppe nach Kräften. Die Höhe der zur Verfügung stehenden Fördergelder ist stark abhängig vom Engagement der Gruppe und der ihnen helfenden Seminarist*innen. sterntaler@az-kassel.de
  • Stipendien Im Moment gibt es leider keine Stipendien für unsere Ausbildungen.

Über Organisationen, Institutionen, Firmen und andere Initiativen, welche uns helfen wollen dies zu ändern, freuen wir uns - und vor allem die Seminarist*innen aus aller Welt.

Für Hinweise, Tipps und Hilfen sind wir immer dankbar.


Unser Bewerbungsprozess

  • Als Institut mit verschiedenen Ausbildungsgängen versuchen wir, fast jederzeit einen Orientierungsbesuch mit Hospitation des Unterrichtes und einem Informationsgespräch zu ermöglichen. Nimm hierfür gerne Kontakt über unser Institutsbüro mit den jeweiligen Fachbereichsleiter*innen auf. Die zuständigen Dozent*innen besprechen mit Dir das weitere Vorgehen, sodass Du Dir ein genaues Bild – auch im Gespräch mit Kursteilnehmer*innen – machen kannst.
  • Bewerbungen und/oder Fragen zu Deinen Zugangsqualifikationen richtest Du bitte jederzeit schriftlich oder telefonisch an unser Institut (siehe Kontakt).
  • Ausländer*innen bekommen auf Grundlage der Aufnahmebescheinigung des Rudolf Steiner Institutes und anderer Papiere ein Visum für die Dauer der Ausbildungszeit. Weiteres bitte erfragen.
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Interessiert?
Für ein Informationsgespräch mit unseren FachbereichsleiterInnen oder die Möglichkeit zu einem Orientierungsbesuch/Hospitation des Unterrichts nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf:

callegaro@steiner-institut.eu

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